Was eine bioklimatische Pergola ist
Eine gewöhnliche Pergola ist ein Balkengitter, an dem Weinreben hochwachsen. Eine bioklimatische ist eine Aluminiumkonstruktion auf Stützen mit einem Dach aus verstellbaren Lamellen. Die Lamellen drehen sich um 0–135°: geschlossen ein dichtes Dach gegen Regen, leicht geöffnet Schatten und Querlüftung, ganz aufgedreht offener Himmel. Das Wasser läuft von den geschlossenen Lamellen in umlaufende Rinnen und wird durch die Stützen abgeführt — ohne Tropfen an den Rändern. Genau das bedeutet das Wort „bioklimatisch": Das Dach steuert das Mikroklima darunter — Licht, Schatten, Luft — und deckt nicht bloß ab.
Von einer Markise unterscheidet sich die Pergola grundlegend: Die Markise hängt an der Wand und gibt in der Saison Schatten; die Pergola steht auf eigenen Stützen, trägt Schnee und Wind, lässt sich um Glaswände und Beleuchtung erweitern — und funktioniert das ganze Jahr.
Lamellen oder Tuch: zwei Dacharten
- Lamellendach (SB 350, SB 400, SB 450, SB 550, OpenSky) — Aluminiumlamellen mit Elektroantrieb, die in jedem Winkel stehen bleiben. Vorteile: ganzjährige Nutzung, Schneelast, Dichtheit im geschlossenen Zustand, integriertes LED. Nachteile: Preis und Gewicht der Konstruktion — es braucht Stützen und einen tragfähigen Untergrund.
- Verschiebbares Tuchdach (Pergola Solid, V ZiiiP) — eine wasserdichte Bahn fährt in Führungsschienen zur Wand und legt sich in Falten. Solid arbeitet mit PVC-beschichtetem Polyester, Neigung 5–10°, Träger nur 165 mm; V ZiiiP mit dem Gewebe Serge 1 % (Mikroperforation: Schatten ohne Treibhauseffekt) oder Serge 600 (PVC-beschichtetes Glasfasergarn, dichter Regenschutz) in Zip-Führungen, straff wie ein Trampolin gespannt und daher windstabil, Neigung 10–45°. Vorteile: leichter und günstiger als ein Lamellendach, V ZiiiP braucht nur zwei Stützen. Nachteile: Über den Winter wird die Bahn zusammengeschoben — Schnee darf darauf nicht liegen bleiben.
Schnee und Wind: was 72 und 200 kg/m² bedeuten
Die entscheidende Frage in Lettland ist nicht, ob sie Schatten gibt, sondern ob sie den Februar übersteht. Die Schneelast in den technischen Daten ist die Schneemasse pro Quadratmeter geschlossenes Dach, die die Konstruktion ohne Verformung trägt. Nasser, gesetzter Schnee wiegt 300–400 kg/m³, 20 cm davon entsprechen also 60–80 kg/m². SB 450 und OpenSky 120 sind ausgelegt auf 72 kg/m² — Reserve für einen normalen Winter, zumal sich die Lamellen öffnen und der Schnee abwerfen lässt. SB 550 und OpenSky 140 tragen 200 kg/m² — fast dreimal so viel, das ist die Klasse „aufstellen und vergessen" für offene Flächen und gastronomische Terrassen. Der Wind liegt bei beiden bei bis zu 110 km/h. Für den Winter muss nichts demontiert werden.
Bei Tuchpergolen gilt eine andere Logik: Das Dach fährt zusammen, deshalb wird keine Schneelast angegeben — über den Winter wird die Bahn an der Wand zusammengeschoben, das Gestell bleibt stehen.
Die Aluprof-Modellreihe: von SB 350 bis OpenSky 140
| Modell | Dach | Maße | Schnee / Wind | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| SB 350 | flache Lamellen, 0–~120°, Abstand 150 mm | Breite 3,5 m fix; Ausfall 3,4 / 3,85 / 4,3 / 4,75 m; Höhe 2,5 m | — | fertige freistehende Lösung, ohne Planung; Handsender und Smartphone-Steuerung inklusive; Anthrazit oder Weiß MAT |
| SB 400 | Lamellen 120°, Motor im Träger | Modul bis 4 × 7 m, Höhe bis 2,8 m | — | modular: freistehend oder wandmontiert, in jede Richtung erweiterbar; LED, Zip-Screens |
| SB 400R / 400MD | Lamellen | bis 4 × 7 m | — | 400R — überarbeitet, Motor im Träger; 400MD — Dachmodul ohne Stützen für eine bestehende Konstruktion |
| SB 450 | SLIM (Z) oder STANDARD (FLAT), 0–135°, Dichtungen | Breite bis 4 m | 72 kg/m² / 110 km/h | „Trockenrinne" 57 l/min, SMART, LED in drei Varianten, OpenSlide |
| SB 550 | dichtschließende Lamellen 0–135° | Breite bis 5 m, ein- und zweifeldrig | 200 kg/m² / 110 km/h | Flaggschiff: Sensoren für Wind, Regen und Sonne; Steckverbindungen |
| OpenSky 120 / 140 | Lamellen, Projektsysteme | 120: bis 6 × 4 × 3 m; 140: Segment bis 7 × 5 × 3 m | 72 / 200 kg/m² | Projektsysteme, Glas OpenSlide, Screens SkyRoll |
| Solid | verschiebbares Tuch PES/PVC | bis 4 × 7 m, Höhe bis 2,5 m, Neigung 5–10° | Bahn wird über den Winter zusammengeschoben | Träger 165 mm, Halt in jeder Position |
| V ZiiiP | verschiebbares Tuch in Zip-Führungen | Breite bis 5 m, Ausfall bis 6 m, Neigung 10–45° | Bahn wird über den Winter zusammengeschoben | wandmontiert auf zwei Stützen, Serge 1 % / Serge 600 |
Ein Modul reicht bis 4 m Breite (SB 400) oder bis 5 m (SB 550). Eine Terrasse von 8 × 4 m sind zwei Module SB 400 in Reihe mit gemeinsamen Stützen; SB 550 bietet eine zweifeldrige Variante ohne Stützenwald in der Mitte. Das Raster für Ihre Fläche legen wir in der Planung fest.
Wände, Licht, Sensoren: so wird die Terrasse zum Zimmer
- LED-Beleuchtung — linear in den Trägern, punktuell in den Lamellen, umlaufend am Rand; bei SB 400 als Modul-Option, bei SB 450/550 in drei Varianten zur Wahl. Per Handsender dimmbar.
- Glaswände OpenSlide und die Schiebeelemente Slide — gehärtetes Glas in Führungsschienen; die Terrasse ist vor Wind geschützt und in der Übergangszeit nutzbar. Das System OpenSlide ist für gehärtetes Glas von 12 mm ausgelegt, das Glas selbst wird separat bestellt.
- Zip-Screens und Behänge — textile Rollos in Zip-Führungen mit bis zu 6,7 m Breite: Schatten von der Seite, Schutz vor Insekten und Blicken, bei SkyRoll mit Anbindung an OpenSky.
- Lamellenblenden Shutters — verstellbare Lamellen senkrecht, wie eine Jalousie an der Wand.
- Sensoren für Wind, Regen und Sonne (SB 550, SMART bei SB 450) — das Dach schließt bei Starkregen von selbst und öffnet sich bei Hitze; Steuerung per Smartphone und Einbindung ins Smart Home.
Maße und Stützen: ein Modul oder zwei Felder
Eine freistehende Pergola steht auf vier Stützen, eine wandmontierte auf zwei, die hintere Kante trägt die Fassade (oder ein Wandträger). Die Stützen kommen auf ein Betonfundament oder auf Einlegeteile in der Terrasse — ein Fundament unter dem Auflagerpunkt, nicht unter der ganzen Fläche. Die lichte Höhe liegt bei den meisten Modellen bei 2,5–2,8 m. Der Ausfall der Lamellenmodule reicht bis 7 m (SB 400), die Breite bis 4–5 m, darüber werden Module aneinandergesetzt. Tuchdächer erreichen bis 5 m Breite und 6–7 m Ausfall mit einer Bahn. Die Wasserführung hängt vom Modell ab: SB 350 hat zwei Rinnen und vier Abläufe mit Entwässerung durch die Stützen, SB 450 eine zweiseitig geneigte „Trockenrinne" mit bis zu 57 l/min.
Was sie kostet und woraus sich der Preis zusammensetzt
Wir rechnen nach dem Aluprof-Katalog inkl. 21 % MwSt. Im Preis der Konstruktion enthalten sind Stützen, Träger, Lamellen oder Bahn, Motor und Empfänger mit Handsender (bei SB 350 ist alles im Set, Farbe Weiß oder Anthrazit). Die Ausstattung — LED, Sensoren, Glaswände, Zip-Screens — kommt separat hinzu. Die Standardpalette von Aluprof (rund 30 Farben) ist im Preis; eine Farbe außerhalb der Palette oder in Holzoptik kostet 20 % Aufpreis auf die Konstruktion und 3–6 Wochen Lieferzeit. Die Lieferung ab Werk kostet 200 € pro Bestellung; wartet die Bestellung auf eine komplette Fahrzeugladung, ist sie kostenlos, die Lieferzeit aber länger. Zur Orientierung: die fertige SB 350 mit 3,5 × 3,4 m rund 8 100 €, die wandmontierte V ZiiiP mit 2 × 2 m rund 3 500 €, das Dachmodul SB 400MD mit 1 × 1,4 m für ein bestehendes Gestell rund 2 200 €; ein freistehendes Modul SB 400 mit 3 × 3,4 m rund 8 470 €, SB 450 mit 3 × 1,9 m rund 8 380 €, das Flaggschiff SB 550 mit 3 × 2,6 m rund 11 050 € (das zweite Feld ist günstiger als das erste). Montage und Fundament kalkulieren wir nach dem Aufmaß vor Ort. Die Garantie beträgt 2 Jahre.
Die Auswahl: Checkliste
- Brauchen Sie ein Dach für das ganze Jahr oder nur Schatten in der Saison? Ganzjährig — Lamellen; Saison und Budget — ein Tuchdach oder eine Markise.
- Offene Fläche ohne Wind- und Schneeschutz — dann sind 200 kg/m² angebracht (SB 550, OpenSky 140); für den Hof am Haus genügen 72 kg/m² (SB 450).
- Fläche bis 3,5 × 4,75 m und keine Lust auf Planung — SB 350 „aus der Kiste".
- Lange Terrasse entlang des Hauses — die modulare SB 400 oder V ZiiiP in Sektionen.
- Ein Gestell oder eine Überdachung ist vorhanden und es fehlt nur das Dach — das Modul SB 400MD.
- Planen Sie Verglasung und Screens, sehen Sie sie von Anfang an vor: Führungsschienen und Stützen dafür gehören in die Planung.
- Der Untergrund für die Stützen ist Beton oder Einlegeteile; ein Holzdeck allein trägt eine Stütze nicht.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich eine bioklimatische Pergola von einem Vordach?
Ein Dach aus verstellbaren Aluminiumlamellen (0–135°): geschlossen ein dichtes Dach gegen Regen, leicht geöffnet Schatten und Lüftung, offen die Sonne. Das Wasser läuft über Rinnen und Stützen ab, bei SB 450 bis 57 l/min. Das kann eine feste Überdachung nicht.
Übersteht die Pergola den lettischen Winter?
Ja. SB 450 und OpenSky 120 tragen Schnee bis 72 kg/m², SB 550 und OpenSky 140 bis 200 kg/m², Wind bis 110 km/h. Für den Winter muss nichts demontiert werden; bei den Tuchpergolen Solid und V ZiiiP wird die Bahn über den Winter zusammengeschoben.
Welche Größen sind bei Aluprof-Pergolen möglich?
Lamellenmodule reichen bis 4 m (SB 400) oder 5 m (SB 550) Breite und bis 7 m Ausfall und lassen sich zu großen Flächen verbinden; OpenSky 140 als Segment bis 7 × 5 × 3 m. Tuchdächer erreichen bis 5 m Breite und 6–7 m Ausfall. SB 350 hat feste 3,5 m Breite bei 3,4–4,75 m Ausfall.
Was kostet eine Pergola?
Wir rechnen nach dem Aluprof-Katalog inkl. 21 % MwSt.: die fertige SB 350 mit 3,5 × 3,4 m rund 8 100 €, die wandmontierte V ZiiiP mit 2 × 2 m rund 3 500 €, das Modul SB 400 mit 3 × 3,4 m rund 8 470 €, SB 450 mit 3 × 1,9 m rund 8 380 €, SB 550 mit 3 × 2,6 m rund 11 050 €. Lieferung 200 € pro Bestellung (kostenlos beim Warten auf eine komplette Fahrzeugladung), Montage nach dem Aufmaß.
Lässt sich eine Pergola auf einer Holzterrasse aufstellen?
Die Stützen müssen auf einem Betonfundament oder auf Einlegeteilen aufliegen — ein Holzdeck allein trägt die Last eines Dachs mit Schnee nicht. Welche Lösung für Ihre Fläche passt, ergibt das Aufmaß vor Ort.
Was lässt sich zu einer Pergola ergänzen?
LED-Beleuchtung, die gläsernen Schiebewände OpenSlide und Slide, Lamellenblenden Shutters, Zip-Screens mit bis zu 6,7 m Breite, Sensoren für Wind, Regen und Sonne sowie die Steuerung per Smartphone.

